Waldkauz

Bau eines Waldkauz Nistkastens

Für das Beobachtungsgebiet wurden circa 65 Nistkästen eingeplant. Auf-grund der hohen Anzahl wurde eine möglichst praktische und kosten-günstige Lösung gesucht. Eine herkömmliche Fertigung aus Holz ist zeit- und kostenintensiv. Zudem ist die Montage nicht ganz trivial, da der Nistkasten ein beachtliches Gewicht erreicht. Die langen Schrauben, welche den Nistkasten halten sollen, sind für den Baum schädlich.



Eine Alternative stellen alte PVC-Kanister aus der Industrie dar. Diese können meistens als Abfallprodukt gratis bezogen werden, da die Firmen sonst für dessen Entsorgung aufkommen müssten. Die Vorteile sind klar und einleuchtend. Das Material ist witterungsbeständig und leicht. Durch die zwei senkrechten Einschnitte in der Rückwand kann der Nistkasten mit einem Spannset am Baumstamm befestigt werden. Eine Montage des Nistkastens erfolgt dank dem geringen Gewicht innert wenigen Minuten. Der einzige Nachteil ist die blaue Farbe, welche im Wald negativ auffallen könnte. Dem kann aber Abhilfe geschaffen werden, in dem man die Kanister mit biologischer brauner, roter und grüner Farbe ansprayt.

Nach dem gründlichen Auswaschen der Kanister werden kleine Abfluss-löcher in den Boden gebohrt und das 13 cm grosse Einflugloch mit einem Cutter ausgeschnitten. Auf der Rückseite werden zwei kleine senkrechten Schnitte für die Befestigung am Baumstamm gemacht. Damit der Schnitt nicht weiter einreisst, ist am Anfang und Ende eine Bohrung (siehe Skizze) zu machen. Als erweiterte Ausführung kann zudem mit einer grossen Beisszange ein kleines Vordach heraus gebogen werden. Der untere Teil des Einfluglochs kann mit einem eingeschnittenen Elektrikerrohr abgerundet werden.

Wer sich trotzdem für einen Nistkasten aus Holz entscheidet, findet unten-stehend eine Anleitung zum herunterladen.
Bauanleitung Nistkasten für Waldkauz